Ich möchte Sie einladen, sich die Trauma-Folgen einmal durchzulesen und zu sehen, ob Sie solche Anzeichen vielleicht kennen. Auch um zu erfahren, dass es eine normale Reaktion auf ein abnormales Ereignis ist, und nicht umgekehrt. Ein Trauma ist keine Krankheit, sondern eine Störung. Das bedeutet, dass bei entsprechender Hilfestellung, die Wunden meist wieder heilen können.

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Phase 1
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Phase 2
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Phase 3

Nach einem traumatischen Erlebnis, haben fast alle Menschen unangenehme Gefühle, Gedanken und körperliche Empfindungen und es kann lange dauern, bis diese wieder abklingen. Das heißt, die Zeit nach einer traumatisch erlebten Geburt, ist eine enorm anstrengende Zeit.

Die erste Phase

Typische, unmittelbare Folgen drücken sich folgendermaßen aus, und halten Stunden oder Tage an…

  • Verstört und  durcheinander sein
  • „nicht mehr wissen wo oben und unten ist“
  • Nichts-mehr-Fühlen, wie im Schock, Ohnmacht
  • Oder das Gegenteil, emotionalem Chaos und starke Schmerzen
  • Nichts mehr wahrnehmen
  • Oder das Gegenteil: Überflutet sein von Sinneseindrücken und inneren Bildern
  • Nichts mehr wissen, die Geburt nicht mehr zeitlich einordnen können

Nach dieser ersten Zeit, versucht das Gehirn die abgespaltenen Inhalte, wieder zu integrieren. Dieses „Zusammensetzen der Scherben“  braucht oft Wochen, und ist mit erheblichen seelischen und körperlichen Irritationen verbunden.

Diese Reaktion, die von einem selber und dem Umfeld oft als abnormal empfunden wird, ist in Wirklichkeit die normale Reaktion auf ein abnormales Ereignis, und nicht umgekehrt!
Die zweite Phase

Diese Zeit nennt man die Zeit der akuten Belastungsreaktion. Sie dauert ca 4-6 Wochen. Die dabei auftretenden Symptome können sein:

  • Das Gefühl, dass Gefahr droht / Angst / Schreckhaftigkeit
  • Albträume und Schlafstörungen
  • Häufiges Wiedererleben von Teilen des Traumas ( Flashbacks)

oder aber :

  • Vermeidung von möglichst allen Reizen, die mit dem Trauma zu tun haben (z.Bsp.Frauenarztbesuche, Rückbildungsgymnastik, Kontakt zu Schwangeren)
  • Gefühle von Empfindungslosigkeit und Einsamkeit
  • Entfremdung von nahestehenden Menschen (auch vom Baby!)
  • Stillprobleme
  • Beeinträchtigte Wahrnehmung der Umwelt, des eigenen Körpers, und der eigenen Gefühle
  • Konzentrations- und Leistungsstörungen

Diese Phasen laufen abwechselnd und von selber ab. Dieser Wechsel zwischen intensivem Durchleben der belastenden Erinnerungen und dem Vermeiden bzw. dem „Gefühllos-sein“ , hilft dabei das Trauma zu bewältigen und zu integrieren.

Die dritte Phase

Dies ist die Phase der Integration, und findet ca 3-6 Monate danach statt. Stück für Stück kehrt das Interesse an anderen Personen und am normalen Leben zurück. Vielleicht ist die Geburt immer noch das Hauptgesprächsthema, aber die damit verbundenen Gefühle sind nicht mehr so überwältigend, und der Blick auf die Zukunft wird positiver gesehen.

Sollte bei Ihnen diese dritte Phase der Erholung, (nach ca einem halben Jahr nach der Geburt oder dem belastendene Ereignis) jedoch ausbleiben, besteht die Gefahr an einer posttraumatische Belastungsstörung zu leiden. Diese kann unbehandelt über Jahre Beschwerden und zusätzliche körperliche Belastungen hervorbringen.

Dies zeigt, dass die Zeit nicht alle Wunden heilt !

In diesem Falle kann ich Ihnen eine Trauma-Beratung wärmstens empfehlen.

Ich empfehle Ihnen mit 3-5 Sitzungen zu rechnen, damit sich eine erste Wirkung entfalten kann.

Kosten: 68,00 €/Std.( Sozialtarif nach Absprache möglich)

Dauer: jeweils eine Stunde

Gerne dürfen Sie sich erstmal unverbindlich melden…

Heilung ist ein Prozess

Beim Heilwerden schaukeln wir hin und her, zwischen dem Schweren    der Vergangenheit und der Fülle der Gegenwart
und bleiben immer öfter in der Gegenwart.
Es ist das Schaukeln, das sie Heilung bewirkt, nicht das Stehen          bleiben an einer der beiden Stellen.

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Heilung hängt damit zusammen, gleichzeitig ganz und zerbrochen zu sein

Der Sinn des Heilwerdens ist nicht,
für immer glücklich zu sein: Das ist unmöglich !
Der Sinn der Heilung ist :
nicht bei  lebendigem Leibe zu sterben,
sondern wach zu sein und sein Leben zu leben!

Hier endet der Artikel zu den Trauma-Folgen. Weiter gehts mit den hilfreichen Infos zur  Trauma-Heilung